Katya: Weiß nicht so deutlich. Und Sie kennen gar nicht mich.
Stoneberg: Sie kennen mich auch nicht.
Katya: O ja.
Stoneberg: So?
Katya: Sie haben gewesen arm in Deutschland und haben verdient viele Geld in Amerika. Nun Sie haben gemacht Ihre Namen bis in die Hälfte amerikanisch. Stone-berg. Ihre deutsche Name ist Steinberg. Das ist nicht gefallen mir. Würde ich nie nehmen eine andere Nam' als die von meiner Vaterland.
Stoneberg: Mehr haben Sie mir nicht vorzuwerfen?
Katya: Doch. Ist mehr noch. Aber kann man nicht sagen es.
Stoneberg: Sagen Sie's nur. Meinen Ohren wirds nicht weher thun es zu hören, als Ihren Lippen es auszusprechen. Die Schellenkappe haben Sie mir vorhin schon aufgesetzt. Ich nehm's Ihnen nicht übel, wenn Sie mir auch noch die Pritsche in die Hand geben.
Katya: An die Uebelnehmen – die Uebelnehmen ist mir gleich. Werd' ich Ihnen sagen ganze Wahrheit. In Ihre Herz ist geblieben noch eine kleine Stück von deutsche Wald und so klare Blum'. Doch über sie stehen amerikanische Verstand, der ist so klug und haben eine große Sack mit Geld. Und über Wald und Blume und Verstand und Sack mit Geld ist gebreitet eine lange Teppich von Höflichkeit und ganz feiner Benehmen. Seit ich bin hier vier Wochen habe ich gesehen Sie vieler Abend in großer Gesellschaft. Haben Sie nie gemacht eine Fehler und haben nie gesagt besseres Wort als andre feine Herrn.
Stoneberg: Wissen Sie denn, Fräulein Stanyek, daß Ihre Worte eine große Schmeichelei für mich sind? Sie haben mich ja beobachtet, als ob ich Ihnen interessant wäre.