Da Gott sich blendete und arm ward, nackt und bloß,
Sah man die schmerzensreiche Wand in großer Klage
Die toten Menschenleiber an ihr steinern Herze betten.
DER GEFANGENE UND DER TOD
(Meinem lieben Zellennachbarn Valtin Hartig)
Der Gefangene spricht:
Ich denke deinen Namen, Tod, und um mich bricht
Der Zellenbau in Trümmer, Fundamente liegen bloß,
Aus Pfosten reißen sich die schweren Eisengitter los
Und krümmen sich im maskenlosen starren Licht.
In meiner Seele gellt ein Schrei. Ein Zittern wirft verschüchterte Gebärde