Inhaltsverzeichnis.

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[Einleitung] 1
[Erster Abschnitt]: Abriß der allgemeinen Variations- und Erblichkeitslehre. Von Professor Erwin Baur 3
1. [Einige Grundbegriffe.] 4
2. [Die Variationserscheinungen.] 6
a) [Die Paravariation.] 7>
b) [Die Mixovariation.] 22
c) [Die Idiovariationen.] 63
3. [Der Einfluß der Variationserscheinungen auf die Zusammensetzung eines Volkes, die Wirkung von Auslesevorgängen.] 67
4. [Die Wirkung von Inzucht.] 75
[Zweiter Abschnitt]: Die Rassenunterschiede des Menschen. Von Prof. Dr. Eugen Fischer 77
1. [Die variierenden Merkmale des Menschen] (Spezielle Anthropologie und Anthropobiologie). 78
a) [Schädel.] 79
b) [Skelett] (außer Schädel). 88
c) [Muskelsystem] 89
d) [Innere Organe.] 89
e) [Nervensystem und Sinnesorgane.] 89
f) [Pigmentverhältnisse.] 91
g) [Die Haarfarbe.] 94
h) [Augenfarbe.] 98
i) [Haarform.] 100
k) [Haut.] 102
l) [Körpergröße.] 103
m) [Körperproportion und äußere Körperform.] 105
n) [Physiognomie.] 107
[Schluß.] 109
2. [Rassenentstehung und Rassenbiologie.] 110
3. [Rassenbeschreibung] (Anthropographie). 123
[Europa.] 124
[Vorderasien.] 134
[Ägypten und Nordafrika.] 136
[Afrikanischer Kreis.] 138
[Ost-, Zentral- und nordasiatischer Kreis.] 139
[Australisch-pazifischer Kreis.] 141
[Dritter Abschnitt]: Die krankhaften Erbanlagen. Von Privatdozent Dr. Fritz Lenz 143
1. [Zum Begriff der Krankheit.] 144
2. [Die Bedeutung krankhafter Erbanlagen für die Krankheiten der verschiedenen Organe.] 146
a) [Erbliche Augenleiden.] 146
b) [Erbliche Leiden des Gehörorgans.] 166
c) [Erbliche Hautleiden.] 168
d) [Mißbildungen.] 176
e) [Erbliche Konstitutionsanomalien.] 188
f) [Erbliche Stoffwechselrankheiten.] 203
g) [Andere innere Leiden.] 209
h) [Erbliche Nervenleiden.] 215
i) [Erbliche Geisteskrankheiten und Psychopathien.] 225
3. [Die Feststellung des Erbganges krankhafter Anlagen.] 239
4. [Die Neuentstehung krankhafter Erbanlagen.] 252
[Vierter Abschnitt]: Die Erblichkeit der geistigen Begabung. Von Privatdozent Dr. Fritz Lenz 268
1. [Die hervorragende Begabung.] 268
2. [Die gewöhnlichen Unterschiede der Begabung.] 273
3. [Begabung und Psychopathie.] 280
4. [Rasse und Begabung.] 285
[Literatur.]299
(Namen- und Sachregister s. am Schluß des 2. Bandes.)

Einleitung.

In der Zusammensetzung eines jeden Volkes vollziehen sich fortwährend Änderungen. Das Volk, das Rom zu Ende der Kaiserzeit bewohnte, war nicht nur in seinen Sitten und Gewohnheiten, sondern auch in seinem ganzen Charakter und in seinen Rasseneigenschaften völlig verschieden von dem Volke zur Zeit Catos. Und die Menschen, die heute in Deutschland leben, sind in ihren geistigen und körperlichen Rasseneigenschaften völlig verschieden von den Zeitgenossen Karls des Großen. Diese Weiterentwicklung, diese Umbildung eines Volkes kann zum Guten, zur Ertüchtigung und zum Aufstieg des Volkes führen, sie kann aber auch, und das ist bei allen Kulturvölkern der häufigste Fall, rascher oder langsamer seinen Verfall, seine Entartung bewirken.

Man hat oft in einer durchaus unbegründeten Vergleichung eines Volkes mit einem einzelnen Menschen geglaubt, daß jedes Kulturvolk gewissermaßen ein frisches Jugendstadium, ein Stadium der Reife und endlich ein Altern, d. h. eine Entartung und einen Niedergang aufweise. Das ist sicher nicht der Fall. Aber in jedem Volke können krankhafte Vorgänge, meistens sind es Auslese-Vorgänge, einsetzen, welche die Beschaffenheit des Volkes rasch verschlechtern, seinen Verfall bedingen.

Die Erkenntnis, daß solche Vorgänge sich in unserem Volke, wie in allen Kulturvölkern, in bedrohlichem Maße zeigen, daß wir, wie alle Kulturvölker in einer Entartung begriffen sind, ist heute schon weit verbreitet. Man versucht auch schon, dieser „Krankheit des Volksganzen“ mit sozialpolitischen und gesetzgeberischen Maßnahmen entgegenzutreten, meistens freilich mit wenig tauglichen Mitteln.

Ebenso wie ohne eine gründliche Kenntnis der menschlichen Anatomie, Physiologie und Pathologie eine wissenschaftliche Heilkunde unmöglich ist, ebenso ist auch für das Studium der menschlichen Soziologie, für jede zielbewußte Bevölkerungspolitik und für alle rassenhygienischen Bestrebungen (Eugenik) eine breite naturwissenschaftliche Grundlage erforderlich.