δ ×

IV


4⁄4
n
aa
-Tiere

Sa. 16⁄4
n
AA
-, 32⁄4
n
Aa
-, 16⁄4
n
aa
-Tiere
d. h.
4
n
AA
- :
8
n
Aa
- :
4
n
aa
-Tiere

Die Ergebnisse aller dieser 16 einzelnen möglichen, in gleicher Häufigkeit zu erwartenden Paarungen sind in dieser Tabelle gleich mit angegeben. Es ist ferner in der Tabelle ausgerechnet, was alle 16 möglichen Paarungen zusammen ergeben müssen, und das Ergebnis ist, daß die Nachkommenschaft einer solchen durch freie Paarung sich vermehrenden F 2 -Generation von 1 Teil AA -, 2 Teilen Aa -, und 1 Teil aa -Kaninchen wieder ebenfalls aus 1 Teil AA -: 2 Teilen Aa -: 1 Teil aa -Kaninchen bestehen wird, d. h. eine auf diese Weise entstandene F 2 -Generation wird genau die gleiche Zusammensetzung zeigen, wie die F 2 -Generation. Das gleiche gilt auch für die nächsten Generationen, und gilt auch, wenn sich nicht bloß die Tiere einer Generation untereinander paaren, sondern auch, wenn die Individuen der verschiedenen Generationen sich paaren, was ja tatsächlich in einem solchen Versuche der Fall sein wird. Die gleiche Berechnung läßt sich auch anstellen, wenn die F 1 -Bastarde sich in mehreren Merkmalen unterscheiden und verwickelter, etwa nach 9 : 3 : 3 : 1 oder 27 : 9 : 9 : 9 : 3 : 3 : 3 : 1 aufspalten; auch dann werden die folgenden Generationen immer ungefähr die gleiche Zusammensetzung zeigen, wie die F 2 -Generation. Wenn also eine in freier Paarung sich vermehrende Bevölkerung aus einer F 2 -Generation nach einer Kreuzung hervorgeht, dann wird diese Population immer die Zusammensetzung zeigen, welche die ursprüngliche F 2 -Generation schon aufwies, vorausgesetzt, daß keinerlei Auslese vor sich geht.

Der Fall, daß eine ganze Population — etwa die sämtlichen Kaninchen einer Insel — nur von einer einzigen, einheitlichen F 2 -Generation abstammt, wird nun freilich in der Natur selten vorkommen, aber dieses Gesetz gilt auch noch viel weiter.

Wir können z. B. den eben beschriebenen Versuch etwas ändern, und wir wollen einmal in den großen Vermehrungskäfig als Stammtiere für das neue Kaninchenvolk folgende Tiere nehmen: zwei homozygotisch schwarze AA- Männchen (I und II genannt), zwei homozygotisch schwarze AA- Weibchen (α und β genannt), ein heterozygotisches schwarzes Aa- Männchen (III genannt) und ein heterozygotisches schwarzes Aa- Weibchen (γ genannt). Wenn wir diese sechs Tiere sich beliebig oft ganz regellos paaren lassen, dann bekommen wir eine nächste Generation, die aus homozygotisch schwarzen, heterozygotisch schwarzen und weißen Tieren besteht im Verhältnis 25 : 10 : 1.

Die Berechnung gibt die folgende Tabelle: