»Wenn während des Restes der Nacht nicht völlige Ruhe in diesem Schlafsaal herrscht,« erklärte der Rektor trocken, »so werde ich höchstpersönlich erscheinen und Sie alle körperlich züchtigen. Ich werde an dem einen Ende der Bettreihe anfangen. Und so weiter. Ad infinitum. Wenn Sekundaner sich wie Volksschüler betragen, so muß man sie prügeln wie Volksschüler. Dies ist Logik. Guten Abend!«

Ich unverbesserlicher Sünder aber lachte die halbe Nacht hindurch, indem ich mir vorstellte, wie grandios doch diese Prügelszene gewesen wäre!

Am nächsten Morgen kam alles ans Licht der Sonnen …

»Haben Sie geworfen?«

»Jawohl, Herr Rektor.«

»So? Soo? Soo–o? Weshalb haben Sie das getan?«

»Wegen des Ausflugs.«

»So–oh! Ich stehe in loco parentis und habe gute Lust, Sie zu ohrfeigen.«

Im nächsten Augenblick: Klatsch links, klatsch rechts.

»Sie sind wirklich unverbesserlich. Im Seminar kann ich Sie nach dieser Leistung nicht länger belassen. Aus dem Gymnasium werde ich Sie nicht entfernen, weil Sie wenigstens nicht gelogen haben. Aber ich warne Sie! Nur die geringste Kleinigkeit – und Sie fliegen!«