»Famos,« sagte er. »Ganz große Sache. Halten Sie sich diese Verbindung warm. Hat der alte Reddington die Nachricht auch anderen gegeben? Anderen Zeitungen? Der Börse?«
»Nein, nur mir.«
»Was?« schrie er. »Das ist großartig!«
Noch krassere Überschriften setzte er darüber und leitete die Sensation mit den Worten ein: »Spezialmeldung des Examiner.« Und unter die zwei Riesenspalten setzte er die Anfangsbuchstaben meines Namens: E. C.
»Sie haben sich die Sporen verdient,« lächelte er. »Wenn's auch ein Zufall war.«
Dann wurde ich auf einen Großfeueralarm geschickt. Ein großes Gebäude im Geschäftsviertel brannte nieder. Zufällig kam ich gerade dazu, als der Leiter der Feuerwehr den Heizer der Kesselanlage des Gebäudes verhörte, der umständlich schilderte, wie aus dem Keller mit einemmal Flammen geschlagen seien, und daß er schon vor einigen Tagen vor der Selbstentzündungsgefahr der neugekauften bituminösen Kohlensorte gewarnt habe. Das war wieder etwas sehr Hübsches, und wieder ein Glückszufall!
Mc.Grady aber nickte vergnügt …
»Wir werden noch einen guten Examinermann aus Ihnen machen!«
Das war eine schlaflose Nacht. Ich starrte aus dem Fenster meines Zimmerchens hinaus auf die glitzernden Lichter in der Bai, und Traum jagte sich auf Traum. So wie man selten träumt. Nur nach großem Erleben. Wenn man dasteht und das hämmernde Blut in den Schläfen fühlt, und ein ungeheures Glücksgefühl aufsteigt über das erreichte Ziel; wenn man seinen Jubel hinausschreien möchte in die Welt … Herrgott, so war ich nun Zeitungsmann! Schreien hätte ich mögen, jubelnd schreien. Zeitungsmann an einer der großen Zeitungen der Welt! Der Stolz regte sich: allein hast du den Weg zur Zeitung gefunden! Wie lächerlich kleine Dinge lagen die Erlebnisse dieser ersten drei Jahre in Amerika weit hinter mir – weit, unbeschreiblich weit. Und mit einemmal kam es über mich wie ruhige Klarheit, wie ein Gefühl felsenfester Sicherheit, durch nichts zu erschüttern: