»Se belieben nix ssu sein seekrank?« fragte mich ein alter Jude, der knoblauchduftend auf einem Bündel neben seiner Koje saß.
»Nein.«
»Nu, das frait mich. Was ham Se genommen ein for de Magen?«
»Nichts. Ich blieb nur in der frischen Luft.«
»Püh, frische Luft. Wer' ich raufgehen ssu sitzen in der frischen Luft? Wer' ich nich'! Bin ich gegangen rauf und hab mer gesetzt auf Stricke. Is 'n Goj gekommen, wo hat ge–soogen an die Stricke un' bin ich gefallen auf 'n Rücken.
»'s Tauwerk is nich' zum Sitzen da,« sagt er.
»Se ver–sseihen gütigst,« sag ich. Nu bin ich gegangen ssu sitzen auf 'e Bank ganz vorne.
»Paß man auf. Da is feucht!« sagt der Goj.
Nu, ich bin geblieben sitzen. De Bank is for alle da und er hat mer nix nich' ssu sagen, denk' ich. Nu, ich sitz – un' wie ich so sitz, kommt e Welle un' macht mer himmelschreiend naß. Waih geschrien, sag ich, was is das for e Gemeinheit?«
»Siehste,« sagte der Goj.