»Guten Abend!« sagte Klein-Daisy, guckte mich bedauernd an und hüpfte hinaus. In der Türe drehte sie sich noch einmal um:

»Es war ja alles nur Scherz!«

»Ganz richtig, mein Fräulein,« war Mr. Mindus' eisigkühle Antwort. »Und nun,« zu mir gewandt, »wollen wir uns ernsthaft unterhalten, wenn es Ihnen gefällig ist. Dieser Laden ist eine Apotheke, wenn Sie es noch nicht wissen sollten. Meine Geduld ist finished, – aus, zu Ende: Sie sind entlassen!«

Ich sah ihn verständnislos an.

»Auf der Stelle entlassen! Sie sind ein Luftibus. Was wissen Sie von dem Mädel, heh? Wenn sie nun irgend ein Gift gestohlen und das größte Unglück damit angerichtet hätte, heh? Von der moralischen Seite der Sache will ich ganz absehen, obgleich – Sie sind neunzehn Jahre alt, nicht wahr? Es ist doch unglaublich!«

»Aber –«

»Sie sind ein Luftibus. Ich habe Sie schon längst beobachtet. Well, Sie waren fleißig und mehr als willig, aber Sie haben gar keinen Begriff, was ein Angestellter eigentlich ist. Sie verkaufen drauf los, ohne zu fragen – und ich wette, hundertmal, nein, tausendmal haben Sie Sachen zu billig verkauft, weil Sie nicht erst lange fragen wollten. Wenn Sie sich jetzt auch noch Mädels in den Kopf setzen, hab' ich keinen ruhigen Moment mehr. So, nun gehen Sie ins Bett. Morgen werden wir weiter sehen. Es – ist – doch – unglaublich!«


Mr. Jimmy Hawkins kam nach Hause.

»Hello! Mr. Mindus war soeben da.«