Ich kroch in den Busch, mich im Blattwerk deckend, und guckte zuerst mit bloßen Augen, dann durch das Glas. Gestrüpp — Wald — helle Flecke — wellige kleine Hügel, die wie in Nebel eingehüllt zu sein schienen — ein grauer Streifen am Horizont, auf dem ich im Glas deutlich die Rote Kreuzflagge unterschied. Dann suchte ich, zitternd vor Aufregung, die hellen Flecke ab, und mir schien, als ob ich einmal oder zweimal auf dem Grasfleck vor einem der kleinen Hügel ein Glitzern sähe.

»Bei den Hügeln dort — dicht beim Flüßchen!« murmelte ich.

»Richtig!« sagte der Major. »Dort bewegen sich zweifellos spanische Truppen. Aber suchen Sie vor allem das nähere Vorgelände ab!«

Ich suchte und suchte, Busch bei Busch, Fleck bei Fleck. Das schmale Tal erstreckte sich, ein schwer übersehbarer Geländemischmasch von Gestrüpp und wirklichem Wald und hellen freien Grasstrecken in fast immer gleicher Breite von sechs-oder siebenhundert Metern, bis an den grauen Streifen, der Santiago bedeutete. Seine Breite trennte uns von unseren Vorposten, die drüben auf der welligen Talgrenze am Waldrand standen. Das Flimmern dort vorne konnte ich wieder deutlich wahrnehmen. Sonst sah ich nichts. Der Major war zu mir gekrochen.

»Noch etwas gesehen?«

»Nein, Major.«

»Wie weit schätzen Sie die Entfernung bis zu der Wellenlinie, wo Sie das Flimmern sehen?«

»Dreitausend Yards.«

»Hm. Zweitausendfünfhundert!« brummte er. »Ich denke, wir haben genug gesehen.«