Die Periode des Lebens als wandernder Zeitungsmann umfaßte nicht ganz drei Monate. Sie führte mich von Stadt zu Stadt in buntem Wechsel, bis weit in den Westen hinein — sie brachte eine Hetzarbeit, die eigentlich auch nicht sehr verschieden war von meinem Neuyorker Berufsleben. In Cripple Creek schossen sie mir eine Kugel ins Bein, weil ich zufällig dabeistand, als drei Silbersucher ihre Argumente durch Revolverschüsse bekräftigten — auf dem Cowcatcher fuhr ich auch wieder einmal; das war in der Nähe von Denver — aber sonst passierte nichts besonders Schönes! Es ging mir gut, weder besser noch schlechter als in der Wolkenkratzerstadt.

Es blieb die Sehnsucht nach dem Ereignis. Sie war immer da!

Und wie dann das große Ereignis endlich kam — das ist eine lustige Geschichte!

Vor dem letzten Lausbubenstreich.

Im St. Louis'er Palasthotel. — Der einstige Geschirrputzer und seine vergnügte Stimmung. — Weshalb ich nach St. Louis gekommen war. — Sergeant O'Bryan der Polizeizentrale. — Was der betrunkene Mann verriet. — Die Leichenräuber. — Ihr Geständnis und meine »copy«. — Frederick Haveland, der Mann mit den vielen Namen. — Der Gentleman mit der dunklen Existenz. — Dynamite-Johnny, der Dynamit-Kapitän. — Von Flibustiern und Gesetzlosigkeit. — Haveland macht mir einen Vorschlag. — Mein großes Ereignis. — Eine nebelhaft unklare Expedition nach Venezuela: Der letzte Lausbubenstreich...

Folgendermaßen spielten sich die Dinge ab:

Ich saß im Palasthotel in St. Louis, so um zehn Uhr morgens herum, und aß vergnügten Sinnes ein gewaltiges Frühstück. Kleine Pfannkuchen zum Beginn, und eine Tasse schweren schwarzen Kaffees, und einen Manhattan Cocktail, und ein kleines Steak vom Grill — und als schönste Delikatesse ein großes Lachen, das zwei ganz verschiedene Gründe hatte.

Grund Nummer eins: