Kurz nach drei Uhr morgens weckte ich Jack und sagte ihm in wenigen Worten, es sei soweit. Dann holten wir die anderen aus den Kojen. Die elektrischen Glühbirnen hatten wir angedreht, vorher aber eine Decke über die Türe gehängt, denn das Schiff fuhr ohne Lichter. Alles lag gebrauchsfertig da; die Revolver, die Patronenschachteln, die sackartigen Feldtaschen mit Zwieback, Konserven, Zitronensaft in Zinnbüchsen gefüllt, die Feldflaschen mit einer Mischung von Tee, Rotwein, Eis, vom Steward zurechtgemacht. Auf dem schwingenden Tisch standen Gläser, eine Kanne mit starkem Kaffee, Teller mit Brot, Fleisch, Aepfeln, eine Flasche Whisky, und — etwas sehr Wichtiges — ein Medizinfläschchen mit Chininpillen.

»Essen!« sagte ich kurz. »Drei Finger Whisky für jeden Mann und eine Chininpille. Wir landen in einer halben Stunde. Es wird nicht gesprochen. Befehle werden nur von mir gegeben, und nichts wird ohne Befehl getan. Verstanden?«

»Yes, sir — yes, sir — yes, sir — —« rieselte es um den Tisch.

»Eure Revolver habt ihr nur zu dekorativen Zwecken. Dies ist ein Picknick. Wer ohne Order schießt — verstanden?«

»Yes, sir — yes, sir —« rieselte es wieder.

»Hat irgend jemand irgend etwas zu sagen?«

»Hu—rräh!« begann Jack, aber ich hob rasch die Hand. Dies war nicht die richtige Zeit, zu lärmen —

Die Schiffsschraube hörte zu arbeiten auf. Ich drehte das Licht ab, und wir stiegen an Deck. Das große Boot hing ausgeschwungen in den Davits. Haveland stand neben dem Kapitän auf der Brücke und starrte durch ein Nachtglas zu der dunklen Nebelmasse hinüber, die von Minute zu Minute schärfer in ihren Umrissen wurde und bald Hügellinien und schwarze Wälderflecke erkennen ließ. Dann wurde es in fast grellem Uebergang lichter. Wenige hundert Meter vor uns lag einsamer sandiger Strand, von dem jäh steile Hügel aufstiegen.

»Gut!« sagte Haveland. »Alles korrekt. Richtiger Platz. Geben Sie den Befehl, Boardmann!«