»Nun?« Prinzeß Alexandra sah fragend auf.

»Mit aller Welt zu kokettieren,« ergänzte der Erbprinz.

»Emil!« sagte die älteste Schwester ernst und vorwurfsvoll, indes die Jüngste wie eine Rose erglühte und mit ihrem Pantoffel Ball zu spielen begann.

Der Prinz legte sein Buch auf den Tisch und kreuzte die Arme.

»Ich weiß, was ich sage,« rief er, »und ich will es auch verantworten, es hat mich oft genug empört, dieses ewige Blicke werfen, dies Lächeln und bezeichnende Fächerspiel.«

»Bist du fertig?« fragte die kleine Prinzeß spöttisch, als ihr Bruder schwieg.

»Mein Gott, Emil, wie meinst du das alles?« rief Prinzeß Alexandra beunruhigt.

»Ihr waret so sehr erstaunt, daß ich auf die Versetzung des Leutnants von Fels drang,« fuhr der Erbprinz heftiger fort, »wohl, es geschah, weil ich den armen jungen Menschen, der bis über die Ohren in Lolo verliebt war, vor schweren Enttäuschungen bewahren wollte. Sie, die Prinzessin von Nordland hätte ihm zeigen müssen, daß seine Hoffnungen vermessen waren, aber statt dessen ermutigte sie ihn fortwährend. Das war schlecht von dir, und unwürdig deines Ranges!«

Prinzeß Lolo war jetzt etwas blässer geworden und schlug mit ihrem Pantoffel einen Marsch am Tischrande.

»Fels ist das reine Baby an Verstand,« sagte sie wegwerfend. »Er fahre hin!«