[111] aabele Quaaskerigge: albernes Geschwätz.
[112] Niäsentippel: Nasenspitze.
[113] Leers: Wangen.
[114] glemmen: glühen, glänzen.
[A] die Eintheilung des Tages, oder der Arbeitszeit, ist folgende: de Uchte, diese währt bis zum Imbt (Inbiß) Frühstück; dann folgt: van 'r Imbtstiid bes Middag (12 Uhr); dann schlafen sie Noone, wozu eine bis zwei Stunden vergönnt sind, diese Zeit heißt de Noone, oder in der Noone; hierauf folgt: tüsken Noone un Vesper (Vespertiidt, gewöhnlich eine halbe Stunde); auch heißt die Labung, welche es dann giebt: 't Vesper; ferner, van'n Vesper bes to'r Affoorunge, oder bes to'm Auwendbraae; endlich: van der Affoorunge bes to'r Beddegaunenstiidt.
[B] Hier ist die Rede von unverheiratheten Frauenzimmern, Jungfern oder Junggesellen. Die Leichen verheirathet gewesener Personen werden nicht so bunt ausgestattet, sondern ihre Mützen und Todtenhemde werden blos mit Schleifen von schwarzem Floorbande versehen.
[C] Wer met 'n Wülwen is, mot auck met'n hüülen...
Ick was daumauliger Tiidt Bistäuner der russ'ken Kummedanten, of todrepplicker to seggen, miiner schwaar bedrückeden Metbörgers, un mag driiste seggen, dat 'k wual mannig Austermaul met eegener Fährlickheet van de plaugede Minskheet afwiiret hewwe; dann met den unnüüseln Wöösebraakenvolke gaf't Dag un Nacht dulle Tiänegniiperigge un graute Unsachtichheet, dann de Kantschoo regeerde des Tiids na 'n Lüt'k mehr un deftiger in Düütskland as upstunds, daar he uuse Puckels Gattlaf! dach in natura nich aflangen kann. Vor de eersten Afwiir harr'k mi 'n paar Book dicke Mackeltuur tüsken Rock un Kamsool neggen lauten; man, o Herre! wat woll dat wual holpen hewwen, wann'k mi nich süß na sau jeewe goot met de Schwerenööters stallen konnt harr, dat se mi dach van'n Balge bleiwen. Dobrè wutki was uäwerall dat beste Versöhnungsmiddel un aparte wann m 'r 'n Gäpsenvull städden Pieper manken röörde.... Vor söcke Tiien müüge de Heere us un uuse Kinner un Kindeskinner in Gnaaden bewahren! —
[D] Der so thätige Beförderer der Mäßigkeitsangelegenheiten, Herr Gutsbesitzer Wit von Döring zu Ratibor in Oberschlesien, ist mit anerkennungswürdigem Eifer darauf bedacht, einen möglichst entsprechenden und wohlfeilen Labetrunk, der den giftigen Branntwein und das zu theure, auch nicht überall fehlerfreie und gesunde Bier ersetzen könnte, herzustellen.