Man ersieht leicht, dass die Brachycephalie durch die ganze Reihe durchgeht und dass auch die Höhe verhältnissmässig überall beträchtlich ist. Am meisten schwankt die Capacität, weniger jedoch in den einzelnen Gruppen der Höhlenschädel, als unter den modernen. Eine endgültige Entscheidung über die Stellung der verschiedenen Gruppen zu einander dürfte daher noch immer verfrüht sein. Die Schwierigkeit, welche durch die künstliche Deformation so vieler diese Schädel herbeigeführt wird, ist zu gross, um für die einzelnen Gruppen sichere gesetzliche Normen zu finden. Wie ich schon früher anführte, so zeigen die Indices für die modernen Kirchhofs-Schädel, welche von Bicols stammen, am meisten Uebereinstimmung mit den Höhlenschädeln von Nipa-Nipa A, welche jedoch weit hinter ihnen zurückbleiben in Bezug auf die Capacität. Allein die hier in Betracht kommenden Höhlenschädel sind auch am wenigsten durch künstliche Verunstaltung betroffen und es liegt daher nahe, dass jeder von ihnen den Typus deutlicher wiedergiebt, als die Schädel der beiden anderen Höhlengruppen. Hoffentlich wird eine weitere Durchforschung des nun reichlicher zuströmenden Materials bald eine vollständigere Darlegung gestatten, und so eines der interessantesten ethnographischen Gebiete klar legen.
[2] 1867 wurde die Zahl der gewerbesteuerpflichtigen Chinesen auf 2589 geschätzt, davon gehörten 30 zur 1ten, 517 zur 2ten, 812 zur 3ten, 746 zur 4ten Steuerklasse. Von einer Gesammtbevölkerung von 18600 waren etwa 525 Landbauer. (Engl. Kons. 1869.) [↑]
[3] Zu Morga’s Zeit wurde den spanischen Beamten und Geistlichen wöchentlich eine Anzahl Leute zugewiesen (Polistas), die ihnen für geringen Lohn (¼ r. täglich und Reis) häusliche Dienste verrichten mussten.. Alle übrigen, Spaniern geleisteten Dienste, auch bei der Schifffahrt, bei Bauten u. s. w. waren freiwillig und nach Verabredung zahlbar. (Morga 156 v.) [↑]
[4] Crawfurd (Dict. 345) verweist auf die Aehnlichkeit der Barangays mit den angelsächsischen Hundreds and tithings. [↑]
[5] Diese Zentralkasse (caja central = caja del ramo = caja real) enthält zu Zeiten bis 40 Millionen Realen (fast 3 Millionen Thlr.). Dieser, aus den Ueberschüssen entstandenen Kasse entlehnt die spanische Regierung Geld, wenn sie es gebraucht, beispielsweise war der Bestand der Kommunalkasse im Oktober 1866 = 83,137 Esc., der der Propios und Arbitrios = 413,534 Esc., zusammen = 4,966,710 Realen. Eine mir zur Einsicht mitgetheilte R. O. vom 6. März 1866 befahl Anstalt zu treffen, um eine vom Staatsschatz geschuldete Summe von 2,250,364 Realen an die Zentralkasse der Kolonie zurückzuzahlen. [↑]
[6] Die Verordnung von 1786 ist nie zur Ausführung gekommen, weil sie dem Wesen der spanischen Kolonialpolitik widerspricht; thatsächlich werden solche Ueberschüsse nach Madrid gesandt und dort zur Deckung der dringendsten Bedürfnisse verwendet. In den Philippinen wird fast nichts, wie bereits mehrfach erwähnt, für produktive Anlagen verausgabt. [↑]
[7] (Sinibaldo Mas) La Chine et les puissances chrétiennes, Paris 1861. [↑]