Jetzt erwachten auch die Sorgen in Hedda.

„In der Fremdenstube regnet’s durch,“ klagte sie. „Auch muß da neu tapeziert werden, und, ach, du lieber Gott, das Waschservice sieht erst recht nicht nach dem Fortschritt der Zeit aus! Wer besucht uns denn einmal?! Ich habe mich um die Fremdenstube seit Ewigkeiten nicht bekümmert.“

„Der Axel ist noch nicht einmal in Berlin,“ versetzte der Freiherr begütigend; „wir haben also noch Zeit genug, unsern Schlachtplan zu entwerfen. Außerdem weiß er, daß wir nicht auf Rosen gebettet sind – und überdies soll mir’s sehr gleichgültig sein, ob es ihm in Jarlsberg besser gefällt als auf dem Baronshof.“

„Puh!“ machte Hedda, „hier ist’s aber fürchterlich heiß, Papa. Hältst du das denn aus?“

„Ich schmore am liebsten – da spüre ich meine Ischias am wenigsten.“

„Im nächsten Sommer gehst du mir unbedingt nach Gastein, Papa –“

„Wohin denn noch?! Nach Paris und dann ein bißchen an die Riviera, nicht wahr? Wir haben ja das Geld dazu!“

„Für die Badereise werd’ ich’s schon schaffen. Vielleicht versuchst du es auch einmal mit unsrer Quelle –“

„Nicht um die Welt, Hedda! Das hab’ ich mir vorgenommen: diese ekelhafte Quelle existiert für mich nicht! Am liebsten hörte ich gar nichts von ihr.“

Hedda stand achselzuckend auf.