„Bitte, Herr Direktor, ich weiß wohl, was Herr Direktor jetzt sagen wollen, — aber — es ist sozusagen sowohl Schul- als Privatsache...“
Sörensen schielte nach seinem unvollendeten Bericht.
„Es ist schade, daß Herr Direktor keine Zeit zu haben scheinen...“
„Herr Kollege Asmus, ich habe Zeit für Sie und bitte Sie nur, zur Sache zu kommen.“
„Jawohl, jawohl. Also ich sagte, es sei sowohl Schul- als Privatsache“ — — —
Eine längere, peinliche Pause entstand, und mit einem Mal kam der Zorn. Viel rascher als der Direktor gehofft hatte. Asmus sprang auf. Fast hätte er auf den Tisch geschlagen. — Der große, ruhige Blick des Vorgesetzten bannte ihn. —
Heiser rief er:
„Ich beschwere mich über die Schülerin der zweiten Klasse Sörine von Heidekamp, ich beschwere mich über den Herrn Professor Rasmussen, über das Fräulein Oberlehrerin Dr. Stavenhagen und über den Lehrer Hansohm.“
Direktor Sörensen schüttelte den Kopf. „’n bißchen viel auf einmal,“ sagte er, aber dann nahm er die eiskalten Hände des zornigen Mannes in seine eigenen lebens- und gemütswarmen.
„Erst mal ruhig werden.“ So gütig klang die beherrschte Stimme, als sei es der Ältere, der einen jungen Heißkopf beruhige. Sörensen schenkte ein Glas voll Wasser, das der Erregte in einem Zuge austrank.