Hessen hatte Juden:
| 1858 | 1905 | 1910 |
| 12630 | 24699 | 24063 |
Es wurden Ausländer 1910 ermittelt in Offenbach 1131, Darmstadt 512, Mainz 360. Die (1905) ermittelten 1787 ausländischen Juden erfuhren bis 1910 eine Zunahme von 715, so daß ohne ihren Zuzug ein doppelt so großer Verlust eingetreten wäre. Die ausländischen Juden, die 1905 noch 7,2% der Judenheit bildeten, waren in 5 Jahren schon 10%. Dabei hat Hessen viele kleine Landgemeinden, deren Fruchtbarkeit wir noch berühren werden. Knöpfel schloß seine Betrachtung in den „Mitteilungen der gr. hess. Zentralstelle f. d. Landesstatistik”, Sondernr. 1910 mit den vorsichtigen Worten:
„Die jüdische Bevölkerung Hessens ist nicht wie die nichtjüdische im raschen Wachstum begriffen, liefert vielmehr das Bild der Stagnation. Ein Hauptzeichen besteht darin, dass sie kinderarm geworden sind.”
Das anschließende Baden, das 1890 noch 27278 Juden = 1,74% auf wies, hatte
| 1905 | 25893 | Juden | = | 1,29 % | ||
| 1910 | 25896 | „ | = | 1,21 % |
Leider veröffentlicht Baden keine Ziffer über den Zuzug fremder Juden. Stärker ist die Abnahme in Württemberg, wo die Juden in konstantem Rückgang
| 1880 | 13331 | = 0,67 % | ||||
| und | 1910 | 11982 | = 0,49 % | zählten, | ||
und in Mecklenburg-Schwerin mit
| 1880 | 2580 | = | 0,53 % | Juden | |
| 1910 | 1413 | = | 0,22 % | " |