auf die Jahrgänge 1871 1905 1910

0-2040,930,529,3
20-4037,338,637,7
40 und älter21,830,933,0

Dieser Bevölkerungsaufbau ist auch in ihren Tendenzen in allen anderen Auszählungen beobachtet worden, so daß man überhaupt von einer Umgruppierung der Juden auch in der Altersbesetzung ihrer Bevölkerung sprechen kann. Segall irrt sich auch in der Behandlung dieser Frage, insofern er aus einer Einsparung der Sterbenden einem Geburtenüberschuß das Wort redet.

Artur Kahn hat darauf hingewiesen, daß die Verschärfung des Erwerbslebens in der Großstadt dazu beiträgt, die Menschen frühzeitig aufzureiben. Wir können diese Schäden vor allem auf folgende Einwirkungen zurückführen:

  1. Die Minderung der jüdischen Mäßigkeit, besonders hinsichtlich des Alkoholkonsums und die zunehmende sexuelle Verseuchung.
  2. Die Beschäftigung in Berufen, welche keine körperliche Anstrengung erfordern und auf Kosten der gesunden Bewegung die Disposition für Herz-, Nieren-, Gefäß- und Nervenkrankheiten schaffen. Die Verschärfung des Erwerbslebens steigert die soziale Krankheitsindikation.
  3. Der starke Arbeitseifer der Juden. Die Minderung der ländlichen Urwüchsigkeit in der zweiten Generation.
  4. Die Aufzucht Lebensschwacher, welche früher als kleine Kinder eingingen, jetzt aber aufgepäppelt werden und als Erwachsene vorzeitig sterben und so das Durchschnittsalter herabsetzen.
    Die Zunahme rasseschlechter Elemente überhaupt infolge der Spätehen, der Geschlechtskrankheiten usw.

Die Kindersterblichkeit der deutschen Juden ist heute ungefähr 12%; von 100 Kindern erreichen 88 das 16. Lebensjahr. Selbst wenn sich diese Zahl noch um ein bis zwei Punkte günstiger stellen wird, so handelt es sich um eine jährliche Ersparung von höchstens 50-100 Seelen; auf der anderen Seite ist die Sterblichkeit der älteren Jahrgänge noch verhältnismäßig niedrig. Es ist ein Irrtum und verrät eine direkte Denkarmut, wenn Statistiker glauben, die Mortalität könnte ad infinitum verbessert werden. Auf 1000 Einwohner kamen Todesfälle bei den Juden



unterüber0-15jähr. waren unter 100 Gest.
15 Jahren 15 Jahren bei den JudenChristen

1877285034734554
80269635994354
85234138223854
90195540383253
95149740862753
1900136545632351
05108947351949
10 74349661344
11 82350541445
12 63451191140
13 67850631241
14 6485887

Die stärkere Besetzung der älteren Jahresklassen bedingte eine erheblichere Sterblichkeit der Erwachsenen. Der Rückgang der Mortalität der Kinder von 2850 auf 648 schuf einen Ausgleich. Damit ist aber die Kindersterblichkeit am Ende ihrer Verbesserungsmöglichkeit. Auch ohne den Krieg und seine Folgen wäre bei der Verschiebung der Verteilung der jüdischen Bevölkerung auf die älteren Altersklassen eine Zunahme der Sterblichkeit erfolgt.

Vor einiger Zeit noch ist ein Geburtenüberschuß durch das Absinken der Sterblichkeit erfolgt. Wir stehen aber jetzt am Ende dieser Entwicklung. Von hier wird dem sterbenden Simson keine Hilfe mehr zuteil. Seien wir froh, wenn die Schäden des Krieges, die ungesunde Bevölkerungsschichtung, die Aufzucht der lebensschwachen nicht zu einer qualitativen und quantitativen Schädigung der Rasse von stärkstem Ausmaß führt.