[5] In ausführlichen Berechnungen in der Mediz. Reform (Nr. I v. 1913), sowie in dem Buche »Das sterile Berlin« und in einer demnächst erscheinenden Arbeit im Archiv zur soz. Hygiene habe ich nachgewiesen, daß je nach der Kindersterblichkeit und dem Bevölkerungsaufbau die Geburtenziffer 20–30 ‰ betragen muß, um die Art zu erhalten. Eine Geburtenziffer unter 20 ‰ ist bei normaler Besetzung der Altersklassen unterfrüchtig. Zum Vergleiche einige Geburtenziffern des Jahres 1910:

In Rumänien 39,8 ‰, in Deutschland 29,8 ‰, in Frankreich 19,7 ‰.
Für Großberlin beträgt die Geburtenziffer der Juden sogar nur noch 12 ‰.

[6] Durch Interpolation. Diese Ziffern liegen nicht vor.

[7] Davon von jüdischen Müttern 88. Der biologische jüdische Nachwuchs dieses Jahres ist die Ziffer, die die Geburten aller jüdischen Mütter, sei es aus jüdischen Ehen, Mischehen oder unehelichen, wiedergibt.

[8] Siehe [Tabelle III]. Die Zahlen betreffen nur den jüdischen Teil der Eheschließenden, bzw. bei den Kindern wurde nur die Hälfte der Kinder aus Mischehen den Juden zugezählt.

[9] Als Fruchtbarkeitsziffer ist hier die Zahl der Geburten verstanden, die auf 1000 gebärfähige Frauen (15–50 Jahre alt) kommt.

[10] Eine solche Tabelle läßt allerdings nicht die momentane Fruchtbarkeit hervortreten, welche die eben geschlossenen Ehen anstreben, denn wenn z. B. Ehen, die vor 10 Jahren geschlossen wurden, noch mehr Kinder wünschten als die eben geschlossenen, so drücken jene der Tabelle ihren Siegel auf. Wir werden also, da die vor 10 Jahren geschlossenen Ehen zu unserer Zeit ihre Mehrgeburten haben werden, die Fruchtbarkeit einer früheren Periode antreffen.

[11] Nach den Veröffentlichungen des Statistischen Amtes Berlin gab es 1905 sogar 41 % kinderlose Mischehen. Die Zahl der später legitimierten ursprünglich unehelich Geborenen wurde berücksichtigt.

[12] Siehe Gruber u. Rüdin, Fortpflanzung, Vererbung, Rassenhygiene, Lehmanns Verlag, S. 164 und Theilhaber, Das sterile Berlin.

[13] Darunter: Achtgeborene 9, Neuntgeborene 7, Zehntgeborene 2, Elftgeborene 3, Zwölftgeborene 2, Dreizehntgeborene 1, Vierzehntgeborene 1, Fünfzehntgeborene 1.