»Verwegner! fort aus meinen Augen, fort von meinem Hof.«

»Du willst nicht hören? Merke wohl, o Königin, nur unter jener Bedingung bürg’ ich für dein Leben.«

»Für mein Leben bürgt mein Volk in Waffen.«

»Schwerlich. Zum letztenmal frag’ ich dich –«

»Schweig. Ich lief’re die Krone nicht ohne Kampf an Justinian.«

»Wohlan,« sagte Petros zu sich selbst, »so muß es ein andrer thun. – Tretet ein, ihr Freunde,« rief er hinaus. – Aber aus dem Vorhang trat langsam mit gekreuzten Armen Cethegus.

»Wo ist Gothelindis? wo Theodahad?« flüsterte Petros. –

Seine Bestürzung entging der Fürstin nicht.

»Ich ließ sie vor dem Palast. Die beiden Weiber hassen sich zu grimmig. Ihre Leidenschaft würde alles verderben.«

»Du bist mein guter Engel nicht, Präfekt von Rom,« sprach Amalaswintha finster und von ihm zurückweichend.