»Wenigstens besitzt er’s. Und über den Ort, wo meine Wiege stand, ging seine Pflugschar.«

Und schweigend sah er lange vor sich hin.

»Dein Harfenspiel – es schweigt? Man rühmt dich unsres Volkes besten Harfenschläger und Sänger!«

»Wie Gelimer, der letzte König der Vandalen, seines Volkes bester Harfenschläger war. – – Aber mich würden sie nicht im Triumph einführen nach Byzanz!«

»Du singst nicht oft mehr?«

»Fast niemals mehr. Aber mir ist, die Tage kommen, da ich wieder singen werde.«

»Tage der Freude?«

»Tage der höchsten, der letzten Trauer.«

Lange schwiegen beide. –

»Mein Teja,« hob endlich Witichis an, »in allen Nöten von Krieg und Frieden hab’ ich dich erfunden treu, wie mein Schwert. Und obwohl du soviel jünger als ich und nicht leicht der Ältere sich dem Jüngling verbindet, kann ich dich meinen besten Herzensfreund nennen. Und [pg 323]ich weiß, daß auch dein Herz mehr an mir hängt als an deinen Jugendgenossen.«