»Geb’ ich Preis.«
»Wohlan,« sagte der Byzantiner, »es gilt.«
Er schrieb auf eine Wachstafel in kurzen Worten den Befehl zur Heimkehr an Belisar und reichte sie dem Präfekten: »Du magst die Botschaft selbst bestellen.«
Cethegus las sorgfältig: »Es ist gut,« sagte er, die Tafel in die Brust steckend, »es gilt.«
»Wann bricht Italien los auf die Barbaren?« fragte Petros.
»In den ersten Tagen des nächsten Monats. Ich gehe nach Rom. Leb wohl.«
»Du gehst? Und hilfst uns nicht das Weib – die Tochter Theoderichs verderben?« fragte die Königin mit bittrem Vorwurf. »Erbarmt dich ihrer abermals?«
»Sie ist gerichtet,« sagte Cethegus, an der Thür sich kurz umwendend. »Der Richter geht – der Henker Amt hebt an.« Und stolz schritt er hinaus.
Da faßte Theodahad, der sprachlos vor Staunen den Byzantiner hatte handeln sehn, mit Entsetzen dessen Hand: »Petros,« rief er, »um Gott und aller Heiligen willen, was hast du gethan? Unser Vertrag und alles ruht auf Belisar und du schickst ihn nach Hause?«
»Und läßt diesen Übermütigen triumphieren?« knirschte Gothelindis.