nach den Quellen und eigenen Erinnerungen dargestellt
von
FELIX AUERBACH
Mit 1 Gravüre, 115 Abbildungen im Text und der Wiedergabe zweier Originalschriftstücke.
Geheftet M. 18.—
Gebunden M. 21.—.
Hiermit wird den Lesern die Lebensbeschreibung eines Mannes geboten, der wegen der völligen Originalität seiner Persönlichkeit wie seines Wirkens, durch die Mannigfaltigkeit seiner Betätigung und doch auch wieder durch die einheitliche Größe seines Wesens das Interesse weiterer Kreise erwecken und erfüllen muß, als es sonst Biographien tun können. Hat doch Ernst Abbe nicht bloß in der wissenschaftlichen Optik Bahnbrechendes geleistet, hat er doch nicht bloß die optische Industrie auf eine Höhe gebracht, von der aus Deutschland jetzt auf die andern Länder mit berechtigtem Stolze herabschaut; sondern auch auf einem ganz andern Gebiete, als sozialer Reformator, Unvergleichliches geschaffen — auf einem Gebiete, auf dem es leicht ist zu reden und zu schreiben, aber ebenso schwer zu handeln, schwer wegen der unumgänglichen Voraussetzungen des Herzens, des Charakters und des Verstandes, an die jenes Handeln geknüpft ist. Nur selten in Jahrhunderten finden sich diese Voraussetzungen in einer und derselben Person vereinigt; bei Abbe sind sie es gewesen, und so war diesem einfachen Arbeitersohn ein innerer und äußerer Erfolg gleichen Maßes und größten Stils beschieden. Im vorliegenden Buche wird, an der Hand des Quellenmaterials und persönlichen Erlebnisses, unterstützt durch sorgfältig ausgewählte Bildnisse und Illustrationen, der ganze Aufbau dieses Lebens dargestellt, und das in einer Weise, die es auch dem Nichtfachmann (und Abbe gegenüber sind wir das alle) ermöglicht, Schritt für Schritt mitzugehen und die Entwickelung dieses wahrhaft großen Mannes zu verfolgen — nicht nur dem Gelehrten, dem Techniker, dem Industriellen, dem Volkswirt; nein, auch ganz einfach dem Menschen, zu dem der große Mensch eindringlich spricht. Den Beschluß des Buches bilden Beigaben für den, der durch seine Lektüre zu eingehender Beschäftigung mit seinem Gegenstande angeregt worden ist.
Fußnoten:
[1] Siehe „Der Staat und die Elektrizitätsversorgung“ von Dr. ing. Gustav Siegel.