Das Bett krachte, und Zenzi sagte: »Sie sind ja gar nicht drin …«

Der alte Mann: »Laß mich nur! Ich komm' schon hinein …«

Das Bett krachte weiter, weiter. Zenzi seufzte und rief: »So …, endlich …, aber jetzt …, gut …, gut fickerln …, was? … Schon aus …«

Wir hörten sie wieder in der Küche herumgehen und flüstern. Dann knarrte die Eingangstür und Zenzi rief: »Küß die Hand«, und kam gleich darauf ins Zimmer gelaufen. Sie war im Hemd und schwang einen Zehner in der Hand. Freudig gab sie ihn Rudolf.

Natürlich fand am Abend wieder ein großes Saufgelage statt. Wir waren alle betrunken, und ich weiß gar nicht mehr, was wir alles getrieben hatten. Am nächsten Tag verschlief mein Vater wieder die Arbeit, und weil das jetzt öfters vorkam, wurde er eines Tages entlassen.

Er kam schimpfend und fluchend nach Hause, aber Rudolf tröstete ihn: »Das macht nichts …, du find'st bald wieder eine Arbeit.« Sie waren längst per du miteinander. Mein Vater war sehr entrüstet und konnte sich nicht beruhigen.

»Schlaf dich ein paar Tag aus, und dann gehst dir eine andere Arbeit suchen«, meinte Rudolf, »und dir wird es guttun, wenn du dich ausschlafst.«

Mein Vater begann also sich auszuschlafen. Er wälzte sich die Vormittage im Bett herum, spielte mit Rudolf Karten, und verbrachte seine Zeit damit, abwechselnd Zenzi oder mir an den Brüsten zu spielen. Dabei benützte er mich jetzt beinahe in jeder Nacht, und bei Tag machte er sich auch noch über Zenzi her, denn er war immer angetrunken.

Da er seine Tage zu Hause verbrachte, war er auch einmal anwesend, als Zenzi mit einem Herrn nach Hause kam. Nun standen wir zu dritt hinter der Küchentür und lauschten, wie draußen das Geschäft vor sich ging.

Er war sehr erstaunt, und machte große Augen, als Zenzi dann hereinkam und ihrem Rudolf drei Gulden überbrachte.