Ich: »War dir das recht?«

Zenzi: »O ja. Das war mir schon recht, und dann war ich auch stolz darauf, daß ich schon so einen Geliebten hab'. Und dann hab' ich mich gefreut, daß es mir gutgehen wird; denn ich hab' als Kind so oft nichts zu essen gehabt.«

Ich: »Dann begreif' ich, daß dir das gepaßt hat.«

Zenzi: »Auch sonst. Ich hab' mich in der Nacht gefürchtet allein zu liegen, wie die Mutter tot war, und wenn ich beim Rudolf im Bett war, hab' ich keine Angst mehr gehabt. Übrigens hätt' ich auch so alles getan, was er von mir wollen hat …«

Ich: »Auch wenn es dir unangenehm gewesen wäre …, warum denn?«

Zenzi: »Aber freilich. Weil ich geglaubt hab', er jagt mich auf die Straßen, wenn ich ihm nicht folge.«

Ich: »Hat er denn damit gedroht …?«

Zenzi: »O ja. Er hat immer gesagt, wenn ich was ausplausch', so schmeißt er mich heraus. Dann wird mich die Polizei zusammenklauben, dann komm' ich ins Waisenhaus, und dort werden die Kinder den ganzen Tag gehaut, müssen auf Erbsen knien und immerfort nur beten.«

Ich: »Da ist es freilich besser, wenn man in einem warmen Bett liegt und eine heiße Nudel in die Hand bekommt.«

Zenzi: »Oder in den Bauch …, hahaha.«