Aber es kam nichts. Der Kooperator sagte: »Geh jetzt, meine Tochter, ich werde heute für dich beten, und morgen kommst du in der Früh zu mir in die Kirche beichten …«
Ich küßte ihm die Hand und ging. Wie er mir das Vorgemach aufschließen wollte, klopfte es draußen.
Er öffnete und eine Schulkameradin von mir stand draußen: »Ich hab' heut keine Zeit mehr«, sagte ihr Hochwürden ziemlich unwirsch. »Komm vielleicht morgen nachmittag …«
Damit schob er auch mich hinaus und schloß hinter uns zu.
Wir zwei Mädchen gingen nun zusammen fort und sprachen natürlich miteinander. Sie hieß Melanie und war die Tochter eines Gastwirts, und obwohl sie auch nur dreizehn Jahre alt war, sah sie doch aus, als ob sie selbst schon eine kleine Gastwirtin sei. Sie war sehr dick, so dick, daß sie beim Gehen die Beine breit auseinandersetzte. Sie hatte einen großen, breiten Popo und so volle Brüste, daß sie weit von ihr abstanden und sie hinderten, ihren Nabel zu sehen.
Wie wir die Treppe heruntergingen fragte sie mich: »Was hast du denn beim hochwürdigen Herrn gemacht …?«
»Was hast denn du bei ihm wollen …?« gab ich zurück.
»Ich kann mir schon denken«, meinte sie, »was es war …«
»Na, was soll's gewesen sein …?«
»Gewiß eine Unkeuschheits-Beicht …!«