Ich leugnete natürlich: »Gar nicht … aber meiner Seel' gar nicht …«
»Geh weiter.« Sie glaubte mir nicht. »Das darfst nicht sagen. Wie oft hast du's 'tan? Aber lüg nicht.«
Doch ich blieb dabei: »Gar nicht …, nur zug'schaut hab' ich manchmal zu Haus, in der Nacht …« Die Geschichte, die ich schon Ekhard erzählt hatte, kam mir auch hier zustatten.
Wir gingen zusammen die Treppen hinauf, Frau Reinthaler und ich. Herr Horak war noch im Keller geblieben. Sie kam mir jetzt wie eine Freundin und Kollegin vor, und ich war nicht wenig stolz auf sie und auf mich. Das war doch noch was anderes, als die Anna und die Mizzi. Mir fiel der Ferdl ein und daß er die Frau Reinthaler am Boden oben gevögelt hatte. Ferdl hatte auch mich so oft gevögelt und das war wieder ein Zusammenhang zwischen mir und ihr. Ich hielt es nicht mehr aus zu schweigen. Schmeichelnd hing ich mich in sie ein, während wir die Treppen hinaufstiegen und sagte: »Frau Reinthaler …, das ist ja nicht wahr gewesen, was ich früher g'sagt hab' …«
»Was meinst du denn?« fragte sie.
»Na, daß ich's noch nicht getan hab' …«
Sie antwortete mir mit lautem Interesse: »Also hast du's schon getan?«
»Ja.«
»Das hab ich mir gleich gedacht. Oft?«
»Ja.«