Die Wahrheit
Der Produktenhändler Klosettdeckel hat einen Gehilfen, den jugendlichen Fritze Micheles, der dem Lager in altem Eisen, Lumpen, Metallabfällen und Knochen zu seiner Zufriedenheit vorsteht. Eines Tages entdeckt er jedoch zu seiner Empörung, daß Fritze Micheles ihn schnöde bemogelt, indem er Knochenposten an den Isidor Veigeles auf eigene Rechnung abgibt. Klosettdeckel wirft darauf entrüstet den ungetreuen Lageristen hinaus. Fritze Micheles, sehr zerknirscht und nur froh, daß sein Prinzipal von einer Anzeige des Diebstahls absieht, bittet ihn schließlich noch um ein Abgangszeugnis. — „Was soll ich schraiben for 'n Zeigniß for so 'n Lumpen, soll ich auch noch lügen, nachdem de mich hast betrogen un' bestohlen?“ — „Se sollen bei de Wahrheit bleiben, Herr Klosettdeckel,“ antwortete der zerknirschte Fritze, „schreiben Se bloß: ‚Ehrlich bis auf de Knochen!’“
Schlechtes Geschäft
Buchhalter: „Ich möchte mir erlauben, wieder um eine kleine Zulage zu bitten; meine Familie hat sich neuerlich vermehrt.“ — Chef: „Schon wieder? Ja, aber lieber Freund, Sie können doch nicht verlangen, daß ich Ihnen jedes Kind, das Sie in die Welt setzen, förmlich abkaufe!“
Aus einem Geschäftsbrief
„.... Ihren Brief, über den ich mich sehr geärgert, habe ich augenblicklich vor mir. Bald werde ich ihn hinter mir haben ...!“
A: „Was, Sie haben jetzt einen Posten als Prokurist in einer Pulverfabrik?“ — B: „Ja!“ — A: „Hm, da haben Sie ja gute Aussicht, noch einmal in die Höhe zu kommen!“