Ich kenne Herrn v. Mollnow von meinem Aufenthalt in Pommern her — nun freute ich mich ungemein, ihm in Berlin zu begegnen.

„Ick bleibe nich lang,“ erzählte er mir, „ick fahre heute schon wieder nach meener Klitsche. Jestan abend, wissen Se, is mir nämlich hier in Balin ene sehr, ene unanjenehme Jeschichte passiert.

Ick wohne doch imma int Christliche Hospiz — nich? Un wie ick nu bei Dressel soupiert habe, jehe ick in die Winzerstuben, un dort mache ick ne sehr ene interessante Bekanntschaft mit 'ner russischen Jräfin. Een Wort jibt det andre — sie erzählt, sie wohne nich jut un will janz jern diese Nacht ooch int Christliche Hospiz.“

„Ah — und da hat man Sie wohl nicht eingelassen?“

„Rin ließ man uns schon — ick sagte, die Dame wäre meene Frau. Aber wie ick mit der Jräfin in meene Stube komme, wissen Se, da waren wa nich alleene. Ick hatte nämlich, wissen Se, in meenem Tran total vajessen, det ick meene richtije Frau mit nach Balin jenommen hatte.“

Roda Roda

Verlockend

Geschäftsreisender (zur unverheirateten Ladenbesitzerin, der er etwas verkaufen will): „Noch eins: mein Chef ist ledig, ich bin ledig, der Buchhalter ist ledig ... und wir heiraten nur in der Kundschaft!“