Der Chef einer „en gros“-Firma in Berlin wünscht auch in der Provinz eine ausgedehnte Kundschaft zu haben und will daher einen seiner jungen Leute probeweise auf die Reise schicken. Da der Jüngling in diesem Fache noch unbewandert ist, gibt ihm der Chef genaue Verhaltungsmaßregeln mit auf den Weg: „Also Se fahren erst nach Nakel. Da trinken Se ne Bouillon und dann jehn Se in das Jeschäft von Lilienthal und machen Offerte ... Se werden ja sehen, was sich machen läßt. Verkaufen Se nich jleich was, nu, schadet auch nichts. Schreiben brauchen Se erst am dritten Tag, am besten Se telegraphieren!“
Der Jüngling reist. Am zweiten Tage schon wird der Chef ungeduldig. Man beruhigt ihn, da er selbst doch erst am dritten Tage eine Nachricht haben wollte.
Am dritten Tage endlich kommt die Depesche. Der verzweifelte Jüngling drahtet: „In ganz Nakel keine Bouillon aufzutreiben! Was tun?“
Schwer ausführbar
Chef (zum Angestellten): „Gestern war ein Stellesuchender hier, der sich um Arbeit beworben hat; haben Sie sich seine Adresse notiert?“ — Angestellter: „Gewiß, Herr Chef, ich habe sie jedoch verlegt und kann sie nicht wiederfinden.“ — Chef: „Na, da schreiben Sie dem Mann, er soll seine Adresse nochmals einsenden.“
Auch eine Legitimation
Herr Meyer fragt auf der Reise in X. nach postlagernden Briefen. „Jawohl,“ sagt der Postbeamte, „da ist ein eingeschriebener Brief für Sie; Sie müssen sich aber legitimieren.“ Herr Meyer sucht in allen Taschen nach einer Legitimation, findet keine; zeigt aber schließlich dem Postbeamten seine Photographie. „Jawohl, das sind Sie!“ sagt dieser und händigt den Brief aus.