In der Ecke des Bahnwirtshauses hockt der Gamsbart-Toni und stöhnt vor Zahnweh, daß die Fenster klirren. Alle möglichen Mittel hatte er schon vergeblich probiert, aber selbst des Baders Künste waren an der tiefsitzenden Wurzel gescheitert.
Kommt der Dalsten-Nazi herein, ein pfiffiger Kopf, der meint: „Ich wüßt dir schon ein Mittel — aber Kurasch braucht's. Ich hab' da in den „Fliegenden Blättern“ gelesen, wie einmal einer seinen Zahn hinten am Zug an den Puffer an'bunden hat — der Zug is in's Fahren 'kommen und im Nu war der Zahn heraus!“
Der Toni stutzte einen Augenblick. Da fing der Schmerz von neuem zu bohren an. Er sprang auf — just pfiff die Lokomotive draußen zum Abfahren — ein Strick war im Nu um den kranken Zahn gewunden und in der nächsten Minute hatte er ihn fest an den Puffer des letzten Wagens geknüpft.
Ein Schnauben, ein Brausen ... Anfangs lief Toni ein Stückchen mit; da rollten die Räder schneller, der Atem ging ihm aus — plötzlich ein Krach und Schlag: Toni lag auf der Erde und neben ihm der — Puffer.
Gut gegeben
Eisenbahnbeamter (zum Passagier in der ersten Klasse mit einem Billett zweiter Klasse): „Sie haben ja nur ein Billett zweiter Klasse, Sie müssen die Differenz nachzahlen.“ — Passagier: „Die zweite Klasse war aber doch besetzt.“ — Beamter: „Ja, aber es war doch eine Menge Platz in der dritten Klasse.“ — Passagier: „Sehr richtig. Zahlen Sie mir die Differenz heraus, dann steige ich um.“
Der Affenkasten
Tritt da am Droschkenstand beim Kurhaus ein eleganter Herr auf ein Gefährt zu, das durch seine Neuheit angenehm in die Augen fiel: „Aeh, Kutscher, machen Sie mal den Affenkasten auf!“ Der Kutscher kommt dienstfertig der Aufforderung nach, öffnet den Wagenschlag und bemerkt in verbindlichem Tone: „Bitte, wollen der Herr Affe einsteigen!“