Gemiedlich

Rentier Bliemchendopp aus Dresden sitzt im Coupé, als ein Reisender einsteigt und über ihm ins Gepäcknetz seinen ziemlich gewichtigen Koffer stellt. Als der Zug eine Kurve macht, fällt der Koffer auf Bliemchendopps Kopf. Der Reisende entschuldigt sich vielmals und stellt den Koffer wieder hinauf. Ein zweites und drittes Mal fällt der Koffer auf Bliemchendopp herab und jedesmal überbietet sich der Reisende an höflichen Entschuldigungen. Als jedoch der Koffer das vierte Mal auf Bliemchendopp herunterpurzelt und der Reisende wieder seine Entschuldigungsphrasen loslassen will, sagt Bliemchendopp mit einer abwehrenden Handbewegung: „Jetzt brauchen Sie sich nich mehr zu endschuldchen, jetzt bin ich Se nämlich schon dran gewöhnd!“

Sein Geschäft

A: (zu seinem Coupé-Genossen während seiner Geschäftsreise): „Und wie geht denn in Ihrer Branche das Geschäft — auch so miserabel, wie in der meinigen?“ B: „O vorzüglich! Das Rohmaterial oberfaul, im Kundenkreise nichts als Jammer, gewaltsame Eingriffe jeden Tag zu Dutzenden ...“ — A: „Und das nennen Sie vorzüglich?“ — B: „Gewiß — Sie müssen nämlich wissen, ich bin — Zahnarzt!“

Wenn man dick ist

Herr (der soeben in einen Wagen der Berliner Ringbahn eingestiegen ist, zu einer sehr dicken Dame): „Warum weinen Sie denn, meine Gnädige?“

Dame: „Ach, lieber Herr, sehen Sie, durch diese Station bin ich nun schon dreimal gefahren — ich soll hier aussteigen, und ich kann nicht!“