Aller Anfang ist schwer

Ort der Handlung: Ein Eisenbahnzug „drüben“. In einer Ecke am Fenster ein junger, eben eingewanderter Fremdling — in der anderen gleichfalls am Fenster ein alter würdiger Yankee pur sang. Dieser, eifrig mit Tabakkauen beschäftigt, spuckt von Zeit zu Zeit mit großer Vehemenz und noch größerer Zielsicherheit nicht etwa aus seinem Fenster, sondern zum jenseitigen hinaus, dicht an des „foreigner“ Nase vorbei. Der Neuling, mit des Landes Sitten nicht vertraut, beschließt, dem Mitinsassen eine Lektion zu erteilen, und indem er sich den Anschein gibt, als beabsichtige er durch das neben dem Amerikaner befindliche Fenster zu spucken, trifft er den würdigen Herrn mitten ins Gesicht. Der jedoch schüttelt milde tadelnd sein Haupt und sagt gelassen: „Sie sind noch ein Anfänger, mein Herr!“

Kaltblütig

Ein Eisenbahnzusammenstoß hat einige Waggons zertrümmert. Dabei sind dem Diener eines Lord beide Beine abgequetscht worden. Als man das dem Lord, der selbst unbeschädigt geblieben ist, mitteilt, sagt er:

„Well, bringen Sie mir das Bein, wo sind drin meine Kofferschlüssel!“

Die Tomatensauce

In einem Coupé machten sich bei dem von einem opulenten Diner heimkehrenden Herrn Großkotz aus Klein-Pankow die Folgen der zu starken Nahrungsaufnahme in explosiver Weise bemerkbar und das Ungewitter entladet sich unglücklicherweise gerade auf den Anzug eines ihm vis-à-vis sitzenden Herrn, der ebenfalls angesäuselt, eingeschlafen ist. Der Attentäter will sich durch einen Trick aus der Affäre ziehen, weckt den Herrn und sagt: „Na, guter Mann, ist Euch jetzt wieder besser?“

Der Herr sieht sich verdutzt um und sagt endlich: „Dunnerkeil, ich — habe — aber — doch seit Monaten keine Tomaten mehr gegessen!“