Lotteriekollekteur: „Hier ist das gewünschte Los. — Nun machen Sie aber endlich einmal, daß Sie herauskommen.“ — Kunde: „Na, solche Flegelei ist mir denn doch noch nicht vorgekommen.“
Kollegial
Agent A: „Ich war gestern so furchtbar aufgeregt, daß ich Sie einen Schwindler nannte. Sie nehmen es mir doch nicht übel?“ — Agent B: „Nicht im geringsten, Herr Meyer, wir sind doch Kollegen!“
Was einem Geschäftsreisenden passieren kann
Ich besuchte seit Jahren einen treuen Kunden in Sachsen, bei dem sich wie von selbst das „Gewohnheitsrecht“ herausgebildet hatte, daß er mit mir jedesmal, bevor wir ans Geschäft gingen, in einem benachbarten guten Weinrestaurant „eine“ gute Flasche trank, und er war nicht nur ein Freund von „Weinrot“, sondern auch von Rotwein, besonders wenn es auf Geschäftsunkosten ging. Am andern Tage bekam ich dann regelmäßig meinen guten Auftrag. So ging das Tour für Tour; auch neulich holte ich ihn abends, gleich nach meiner Ankunft an dem betreffenden Platze, zu unserem obligaten gemütlichen Schoppen ab. Diesmal wählte er eine ganz besonders schwere und teure Marke; ich machte aber gern mit, denn was tut man nicht alles für seinen Chef und seine Kundschaft. Auch quantitativ ging er diesmal über das bisher übliche Maß hinaus; ich hielt still, denn er schien mir auch bezüglich seiner Order diesmal besonders „große Rosinen im Sack“ zu haben ... Der Morgen graute schon, als ich ihm beim Abschied ein „Wohl bekomm's!“ zurief und ihn zum Schluß möglichst beiläufig fragte: „Na, lieber Freund, wann kann ich Ihnen morgen früh meinen Koffer schicken?“ „Hären se, mei Kutester“, erwiderte er, „diesmal gann ich Ihnen awer nischt bestellen, ich bin Se nemlich pleite!“
In einem Modewarengeschäft
Kundin: „Und ist das auch wirklich der neueste Stoff?“ — Verkäufer: „Gewiß, Madame, erst gestern hereingekommen!“ — Kundin: „Ja, das sagen Sie so. Können Sie mir dafür garantieren?“ — Verkäufer: „Gewiß, gnädige Frau, gewiß! So neu ist der Stoff, daß wir noch nicht einmal Zeit gehabt haben, seinen Preis herabzusetzen!“