12. Tablas, Romblon, Sibuyan und Marinduque. Die Westküste von Tablas war 1569 durch Don Juan de Salcedo entdeckt worden, die Ostküste sowie Romblon, Sibuyan und Marinduque wurden etwas später von anderen Officieren des Legazpi entdeckt und unterworfen.
13. Mindoro und Lubang. Diese beiden Inseln wurden von Salcedo 1569 aufgefunden und erobert[13], desgleichen die zwischen Mindoro und Panay liegende Insel Semerara. Mindoro wurde in der ältesten Zeit Mait genannt.
C. Palawan und die Calamianes.
Palawan wird von den Spaniern Paragua genannt, ältere Bezeichnungen sind Palaon, Palauan. Der südliche Theil von Palawan wurde bereits 1521 von Magallanes’ Leuten unter Carvalho entdeckt, der nördliche Theil dieser Insel wurde zwar unter Legazpi’s Regierung, und zwar 1570–72 entdeckt und dem spanischen Könige tributpflichtig gemacht, doch haben die Spanier sich wenig um diese grosse Insel gekümmert, deren grössere Südhälfte erst in den letzten Jahren von den Spaniern occupirt wurde, obwohl mit unberechtigter Hartnäckigkeit selbst neuere deutsche Karten es mit derselben Farbe coloriren wie Sulu. Der südliche Westtheil dieser Insel wurde vielleicht erst um 1577 oder 1578 von den Spaniern genauer untersucht. Die einst zu Borneo, dann zu Sulu und heute zu Spanien gehörige Insel Balabac wurde 1521 entdeckt.
Die Calamianes wurden in der Zeit von 1570–1572 von spanischen Mönchen und Soldaten besucht.
D. Luzon.
Der ältere Name Luzons lautet Lusong, wie ihn noch heute die Chinesen gebrauchen. Legazpi gab dieser grössten Insel der Philippinen den Namen Neu-Castilien, doch gerieth dieser Name in Kürze vollständig in Vergessenheit. Nach der wichtigsten Stadt, nicht nur Luzons, sondern auch der Philippinen überhaupt, nach Manila[14] nämlich, wurde auch Luzon Manila genannt, aber nur von den Portugiesen und Franzosen, welche auch die gesammten Philippinen Manila-Inseln nannten, daher auch in einigen deutschen Werken des vorigen Jahrhunderts unser Archipel die Bezeichnung „die Manillen” führt, doch ist zum Glück diese geschmacklose Benennung von den deutschen Karten verschwunden. Zur Zeit der Conquista zerfiel Luzon in folgende Landschaften: Albay oder Ibalon, Camarínes oder Nebuy, Talyabas oder Calilaya, Batangas oder Comintana, Manila mit Tondo, Laguna de Bay, Pampanga, Pangasinan, Ilócos und Cagayan.
Unter der Landschaft Ibalon oder Albay der Conquista ist der südlichste Theil Luzons zu verstehen, und zwar kann man als nördliche Grenzscheide die tiefe Einsenkung zwischen den beiden Vulcanen, dem (übrigens erloschenen) Mazaraga und Máyon (besser bekannt als „Vulcan von Albay”) annehmen. Diese Landschaft Albay ist wohl zu unterscheiden von der späteren Provinz Albay, zu welcher auch die Inseln Masbáte und Ticáo gehörten. Ibalon wurde 1569 durch Guzman entdeckt und diese Entdeckung unmittelbar von Ibarra fortgesetzt, insbesondere an der Ostküste.