Neid.
Was soll ich jetzt tun? Ich kanns nicht erdulden, daß diese
Lakrimosa, die mir einen Korb gegeben hat, nun triumphieren
soll. So nahe am Ziel, und nun dies Komplott.
Haß.
Wenn wirs nur früher erfahren hätten!
Neid.
Und wenn ich auch dagegen etwas unternehmen wollte, so kann
ich nicht. Es ist nur mehr die heutige Nacht und der morgige
Tag übrig, und ich muß nach England, dort ist eine große
Kunstausstellung, wo wenigstens fünfhundert Künstler um den
Preis kämpfen, und da kann doch der Neid nicht wegbleiben.
Ich habe auch schon eilf Zimmer gemietet, damit man sich doch
ein bißchen ausbreiten kann.
Haß.
Der Neid ist doch ein erbärmlicher Wicht, da ist der Haß ein
anderer Mann. Ich will hier bleiben, ich will ihnen einen
Strich durch die Rechnung machen.
Neid.
Bruder, wenn du das imstande wärst
Haß.
Warte, hier kommt mein Spürhund.
Elfter Auftritt
Tophan. Vorige.
Haß.
Hast du etwas erfahren?
Tophan (geheimnisvoll). Alles! Die Geister haben heute mittags auf der Spitze des Geisterscheckels folgendes beschlossen: Sie werden sich an dem Bauer durch die Erfüllung seines frechen Schwures rächen. Er hat das Mädchen aus dem Hause gejagt, doch die Nacht hat sie in Schutz genommen und sie in die Arme der Zufriedenheit geführt. Den Fischer hat der Magier Ajaxerle über sich, der bestellte auf heute abend eine geflügelte Wurst, damit wird er den Fischer und die beiden Weiber aus ihrer Wohnung abholen, und alle vier werden nach dem Scheckel fliegen, wo die Geister ihrer harren und Hymen sie um Mitternacht verbinden wird. Dies alles habe ich durch meine Geliebte erfahren, die Kammerjungfer bei der Fee Antimonia ist.