Wurzel. Ich hab die Ehre zu sehen. Wenn s' nur nicht auf mich vergißt, daß ich etwa aufs Jahr um die Zeit noch oben sitze. Wegen meiner, ich bleibe halt oben sitzen, schau hinunter, auf die Leut, und wenn ich was Dalkets sieh, so schrei ich: Einen Aschen!

Arie
So mancher steigt herum,
Der Hochmut bringt ihn um,
Trägt einen schönen Rock,
Ist dumm als wie ein Stock,
Von Stolz ganz aufgebläht,
O Freundchen, das ist öd!
Wie lang stehts denn noch an,
Bist auch ein Aschenmann!
Ein Aschen! Ein Aschen!
Ein Mädchen kommt daher,
Von Brüßlerspitzen schwer,
Ich frag gleich, wer sie wär?
Die Köchin vom Traiteur!
Packst mit der Schönheit ein,
Gehst gleich in d' Kuchel 'nein!
Ist denn die Welt verkehrt?
Die Köchin ghört zum Herd.
Ein Aschen! Ein Aschen!

Doch vieles in der Welt,
Ich mein nicht etwa 's Geld,
Ist doch der Mühe wert,
Daß man es hoch verehrt.
Vor alle braven Leut,
Vor Lieb und Dankbarkeit,
Vor treuer Mädchen Glut,
Da zieh ich meinen Hut.
(Nimmt den Hut ab.)
Kein Aschen! Kein Aschen! (Ab.)

Fünfter Auftritt

Verwandlung

Zimmer im Palast mit grellroten Tapeten, ober der Tür in der Superporte das Sinnbild des Hasses. In der Ecke ein weißer schöner irdener Ofen, oben mit einer Vase. An der ersten Kulisse ein Fenster. Eine Seiten- und eine Mitteltür mit Vorhang. Auf der anderen Seite ein großer Alkoven mit einem Vorhang.

Die Zufriedenheit tritt zur Seite ein und geht ans Fenster.

Zufriedenheit.
Umsonst, der Abend kömmt und er noch nicht. Wär ich nicht die
Zufriedenheit selbst, ich würde ihr schon nicht mehr angehören.
Wo nur der unglückselge Magier weilt?

Ajaxerle (öffnet ein Türchen im Ofen und sieht mit dem Kopfe
heraus).
Pst! Verzeihe Sie, sind Sie die Zufriedenheit?

Zufriedenheit.
Ja, mein Herr.