Astragalus.
Und ich will scheinbar mich in ihn verwandeln
(er verwandelt sich in Rappelkopfs Gestalt in seiner ersten
Kleidung)
Und so durch Trug zu seinem Besten handeln.
Wie auf des Schlosses Dache die metallne Spitze
Das Haus bewahret vor der Wut der Blitze,
Will ich den Haß, den er sich gen die Welt erlaubt,
Herniederleiten auf sein eignes Haupt.
Dort mag die Donnerwolke sich entleeren
Und Glut durch Glut hellflammend sich verzehren,
Bis aus der Asche wird zum neuen Leben
Die Liebe gleich dem Phönix sich erheben.

(Beide ab.)

Zweiter Auftritt

Verwandlung Wilde Felsengegend. Im Hintergrunde ein hoher praktikabler Fels, welcher von der rechten Kulisse aber zwei Dritteil der Bühne bis ohngefähr zwei Schuh weit von der linken sich erstreckt und in einem steilen Abhang endigt. Auf ihm ist eine gedeckte Reisekalesche mit zwei Schimmeln sichtbar. Die Pferde stehen schon ganz an dem Abhange des Felsens.

Auf dem Sattelpferde sitzt der Alpengeist Linarius, als Postillion gekleidet. Im Wagen Herr von Silberkern, so gekleidet wie Herr von Rappelkopf zu Anfange des zweiten Aktes. Er droht mit einem Stock dem Postillion und schreit heftig.

Silberkern. Halt! Halt! Was treibt Er denn, Er verwünschter Kerl, ich bin ja des Todes, wo führt Er mich denn hin?

Linarius.
Geduld, mein Herr, wir werden gleich am Ziele sein.

Silberkern. Das ist ja keine Möglichkeit, der Kerl ist besoffen wie eine Kanone, er muß glauben, da unten ist ein Weinkeller. Ich massakrier Ihn, Er verflixter Lumpenhund. Was treibt Er denn mit Seinen gottverdammten Schimmeln?

Linarius.
Ich habe meine Pferde ausgespannt.

Silberkern.
Untersteh Er sich, Er infamer Mensch! wir stürzen ja hinab.