Malchen (blickt hinauf). O August, sieh!

August.
Wer bist du, grauer Wundermann?

Astragalus.
Den Alpenkönig nennt man mich.

Malchen.
Der Alpenkönig! wehe mir! (Sinkt ohnmächtig in Augusts Arme.)

August.
Was ist dir, Malchen? Hülfe, Hülfe, steht ihr bei!

Astragalus (lachend). Da müssen Steine sich erbarmen selbst. Hab Mitleid, Fels, und öffne schnell dein Herz! (Er stoßt mit dem Kolben des Gewehrs an den Fels. Der Fels öffnet sich, man sieht einen kleinen Wasserfall, der über Rosen sprudelt, an dem zwei Genien lauschen, sie fangen mit goldnen Muscheln Wasser aus der Quelle und besprengen Malchen damit.) Erwache, Törin, die sich Flügel wünscht und so die Erde höhnt!

August.
Sie schlägt das Auge auf. Wie ist dir, Malchen?

Malchen. Ach, wie kann mir sein! Ich habe den Alpenkönig erblickt. Jetzt bin ich gewiß um vierzig Jahre älter geworden. Erkennst du mich noch, August?

August.
Bist du von Sinnen? Was hast du denn?

Malchen. Ach, Falten habe ich, lieber August, viele tausend Falten. Ich muß entsetzlich aussehen. Sieh mich nur nicht an!