Rappelkopf. Nein Sapperment, jetzt wirds mir z'viel. Der Mensch verflucht mir 's ganze Haus.

Astragalus. Geh hin zu deinem Maler, treib es bunt, wie ein Chamäleon sollst du in allen Farben prangen, werd grün vor Galle, blau von Schlägen, rot vor Schande, weiß vor Kummer, gelb von Fieber, grau vom Alter und—

Rappelkopf (freudig).
Das ist gscheid, jetzt gehn ihm d' Farben aus.

Astragalus. Doch laß dich nimmermehr vor meinen Antlitz sehen, verleugne mich, ich bin dein Vater nicht—

Malchen (umklammert weinend seine Knie).
Vater, Barmherzigkeit, verstoßen Sie mich nicht!

Astragalus.
Hinweg von mir! (Stoßt sie fort.)

Rappelkopf. Das leid ich nicht—potz Donnerkeil und Wolkenbruch—Nun hab ichs satt, ich muß mich um meine Familie annehmen. Der Mensch ruiniert mir Weib und Kind. Sapperment! Sie sind kein Mensch, ein Teufel sind Sie, der mich schwärzer darstellt, als ich bin.

Astragalus. Du kommst mir eben recht, du schändlicher Betrüger! Gib mir Genugtuung dafür, daß du Komplotte hinter meinem Rücken schmiedest. Gib Rechenschaft—(er packt ihn an der Brust) wie mein Vermögen steht—

Malchen.
Zu Hülfe! Onkel!

Sopie (gleichzeitig).
Zu Hülfe! Bruder!