linda. Sein S gut, ich bitte Ihnen!—Hören S!
quecksilber. Mich so zu betrügen! (Sieht Linda an.) Sie is ein sauberes Mädel!—So zu hintergehen! (Sieht Linda an.) Schöne Augen hat S!—(Heftig.) Nein, nein! (Sieht Linda an, schnell verändert.) Das Mädel gfallt mir, bei der bleib ich.
linda. ich werde Sie gewiß recht gern haben. Sie haben Ihr Horn verloren? Machen Sie sich nichts daraus.
quecksilber. Wollen Sie mir vielleicht dafür ein anderes aufsetzen?
linda. Ich will Ihnen mein Herz dafür schenken. Sie können freilich damit keine Armee herblasen, aber einen einzelnen Verteidiger werden S ewig an ihm haben. Tausend Getreue werden Ihnen nimmermehr zu Diensten stehen, aber wenn Sie an das Herzenstürl da anklopfen, so wird Ihnen eine treue Person entgegenkommen, und Sie werden sehen, wenn Sie mich heiraten, so werden Sie recht glücklich werden, und Sie werden auf alle Hörner vergessen.
quecksilber. Oh, du liebs Maderl du! Wie heißtst denn?
linda. Linda.
quecksilber. Oh, du lieber Narr! Linda—der Name ist schon so lind, wie eine samtene Schlafhauben. Ja gut, du sollst mein werden; aber Rache muß ich haben! Mein Horn muß ich erobern. Der Stab soll mir helfen. Rufe mir meine Bedienten und alles, was du im Palast von Männern findest, zusammen. Jedem will ich eine Million zum Präsent machen, wenn sie mir durch List oder Gewalt mein Horn erobern, und dir verspreche ich goldene Berg zur Belohnung.
linda. Vivat! Ich krieg einen Mann. Oh, du goldener Mann. Den laß ich nimmermehr aus. Ich bin gleich wieder da.
(Ab.)