(Die drei Genien nehmen die drei Gaben von den Postamenten, welche verschwinden.)

lidi. Horch auf!
Die Gaben, die du siehst,
Von großem Zauberwert,
Sind durch des Zufalls Macht
Dir zum Gebrauch beschert.

quecksilber. Die spricht in Versen, da muß ich auch ein paar
Reim loslassen.
Verzeihe mir den Schimpf,
Hochwohlgeborne Nymph!
Daß ich auf deine Gab
Vorher geschmälet hab.
Doch wie soll ichs denn machen
Mit diesen Zaubersachen,
Daß sie mir nützlich sind,
Ich bitte dich geschwind,
Verehrungswürdge Fee,
Oh, sag es mir! geh! geh!

die drei genien (lachen ihn aus). Ha, ha, ha.

quecksilber (sieht sich beleidigt um). Jetzt schauts die Kinder an aus dem verwunschenen Waisenhaus. Lachen die einen gebildeten Mann aus, der in Knittelversen spricht.

lidi.
Wenn du den Stab hier schwingst,
Ist dir der Zauber hold,
Was du mit ihm berührst,
Verwandelt sich in Gold.
Du kannst durch deine Macht
Die höchste Kleiderpracht,
Brillanten dir erwinken,
Läßt du den Stab nur sinken.
Und dürstest du vielleicht
Einmal nach Kriegestaten,
So bringt ein Stoß ins Horn
Dir tapfere Soldaten.
Bedeckt die Binde dich,
Und wünschest du dich fort,
So findest du dich flugs
An dem ersehnten Ort.
Bewahr die Gaben wohl,
Wenn sie dir einmal schwinden,
Mußt du s durch eigne Kraft
Hiernieden wiederfinden.

(Sie geht zurück. Das Zelt verwandelt sich wieder in die Ruine.)

die drei knaben (geben ihm die Gaben und rufen ihm mit dem Finger drohend zu). Du! (Alle drei lachend ab.)

quecksilber (allein). Das ist eine unartige Brut! Nu ja, solche Feenkinder! Die Eltern schauen ja nicht darauf, lassens halt so bloßfüßig herumlaufen.—Aber das Glück! Das Glück! Wer hätte sich morgen das gedacht, daß ich heute so glücklich werden sollt? Wenn nur jetzt geschwind jemand da wäre, den ich vor Freuden embrassieren oder massakrieren könnt.

3. szene