tutu. Sein wir gut. Seit Sie das Staberl wieder haben, hab ich eine ordentliche Lieb zu Ihnen gfaßt. Vielleicht ist die Kur für meine Tochter just gut.

hassar (kniet nieder). Euer Gnaden! Ich bin auch noch eine Partei, die im schmeckenden Wurmhof logieret.

quecksilber. Na, da nimm das Wasser und trink dir einen Rausch. (Gibt ihm von dem Zaubertrank.)

hassar. Gratias! Meine Schönheit ist gerettet. (Eilt ab.)

quecksilber. Vivat! Jetzt zeigt mein Barometer auf Schönwetter. Die Fee hat mir diese Gaben auf meine ganze Lebenszeit geschenkt. Morgen verlassen wir Ihre Insel, aber heut will ich meine Verlobung noch hier auf goldnen Hügeln feiern. Linderl, du hast dir bei mir goldene Berg versprochen, du sollst sie haben.

(Er winkt, die Szene verwandelt sich in goldene Hügel mit silbernen Quellen. Auf dem mittleren größten erhebt sich ein silberner Tempel mit einem Opferaltar, wobei Hymen mit der Fackel steht; Genien gruppieren sich auf den Hügeln. Die Kulissen bilden Bäume mit goldenen Früchten. Das Ganze bildet ein imposantes Tableau.)

(Schlußgesang)

Man muß stets lustig sein,
Und sich des Lebens freun,
Außer man hat kein Geld,
Nachher ists freilich gfehlt.
Hab ich nicht recht?
Nu, wenn S erlaubn!
DMadeln sind freundlich gern,
Bsonders mit jungen Herrn;
Liebt eine nur nicht zwei,
Bleibt ihr Herz einem treu.
Hab ich nicht recht?
Nu, wenn S erlaubn!
D Weiber sind manchmal bös,
Machen oft viel Getös;
Und wenn man widerspricht,
Weiß man schon, was oft gschicht.
Hab ich nicht recht?
Nu, wenn S erlaubn!
DMänner sind gar superb.
Die habn schon s schönste Gwerb,
Wie s wo ein Madel sehn,
Bleibn s auf kein Fleck mehr stehn.
Hab ich nicht recht?
Nu, wenn S erlaubn!
Mir gehts heut gar nicht schlecht,
Alle Tag wärs so recht,
s wird doch was Schönes sein,
Wenn man brav Geld nimmt ein.
Hab ich nicht recht?
Nu, wenn S erlaubn!

(Der Vorhang fällt.)

Ende dieses Projekt Gutenberg Etextes Der Barometermacher auf der Zauberinsel, von Ferdinand Raimund.