erster matrose. Sie stehet unter dem Schutz einer mächtigen
Fee. Es gelingt nur selten einem Fremden zu landen, und Tausende haben schon in diesen Wellen ihr Grab gefunden. Unser Kapitän nur war so kühn und so glücklich, auf der Ostseite an den Strand zu kommen, und erzählte, daß sich ein mächtiges Reich dort befindet, dessen Fürst eine sehr schöne Prinzessin zur Tochter hat, welche die Natur mit außerordentlichem Verstande beschenkt haben soll.
quecksilber. Da ist von dem meinigen auch eine Portion dabei; darum ist mir immer etwas abgegangen. Also bon! Dieses Wunder will ich kennenlernen, und weil auf dieser Insel kein Auskunftscomptoir ist, so fahren wir längs der Küste so lang herum, bis wir Leute entdecken. Ich nenne mich dort Fürst Maikäfer aus dem Candaridengeschlecht und bin Beherrscher von verschiedenen Heuschreckeninseln. Und jetzt fort, zu Schiff, denn sonst verhungert der ganze Hofstaat.
alle. Hurra! (Kurzer Chor)
Zu Schiffe! Es schwellen die Segel.
Es weht schon ein günstiger Wind!
Bald sehn wir belebte Gestade;
Vertrauet dem Glück, es ist blind.
(Alle steigen ins Schiff und fahren ab.)
4. szene
(Ein analoges Gemach. Sklaven kommen und bereiten auf Polstern eine Art Ruhelager. Sklavinnen kommen, tanzen mit großen Fächern; endlich tutu, der sich auf die zubereiteten Polster niederläßt. Musik.)
tutu. Ich erliege unter der Last der Geschäfte! Seids still, damit ich schlafend mich beschäftigen kann.—Ich mag mich schon hinlegen, wo ich will, es tut mir alles vom Liegen weh. Den ganzen Tag muß ich so in Geschäften hinbringen. (Man hört Lärm hinter der Szene.) Was ist denn das? Wer stört mich in meiner Weisheit? Da hat gewiß wieder eine Prinzessin Tochter etwas angestellt.
5. szene
(linda. tutu.)