Fünfte Szene.
(Zauberkabinett.)

Longimanus liegt in einer idealen Bettstätte, reich verziert, in welcher statt dem Bettgewande Wolken eingebettet sind. Vier Genien sind beschäftigt, seine Kleider zu ordnen und ein Waschbecken herzurichten, dann bleiben sie in horchender Gruppe stehen, sein Erwachen abzuwarten. Longimanus regt sich, die Genien entfliehen; die Musik endet.

Longimanus (im Schlafrock mit goldenen Zaubercharakteren, wirft die Überdecke aus Wolken von sich, setzt sich im Bette auf und gähnt). Ach ja! Wieviel Uhr ist's denn schon? (Sieht auf eine Stockuhr, die neben seinem Bette auf einem goldenen Tische steht.) Siehst du's! Siehst du's! Schon halb 11 Uhr! Ich habe halt wieder vergessen, daß ich den Wecker aufgezogen, und der Pamphilius weckt mich auch nicht auf. (Läutet.) Pamphilius! Wo steckt Er denn?

Sechste Szene.
Pamphilius. Voriger.

Pamphilius (springt schnell herbei). Was steht zu Befehl, Euer
Großmächtigkeit?

Longimanus. Wo schliefst du denn herum? Warum hast du mich nicht aufgeweckt? Und wer hat mir denn heute nacht aufgebettet?

Pamphilius. Ich, mächtigster Sultan der Welt.

Longimanus. Daß du mir keine so feuchten Wolken mehr einbettest. Ich will trocken liegen; ich glaub' gar, du hast Regenwolken erwischt, weil ich heut nacht so in die Nassigkeit geraten bin. Und was hör' ich denn für einen Rumor draußen im Vorzimmer? Ich glaub' gar, du haltst dir junge Mäus' oder was.

Pamphilius. Allerhand Feen und verschiedene Zauberer sind draußen; auch einige Hexen und anderes niederes Geisterg'sindel.

Longimanus. Und was wollen s' denn schon wieder?