Florian (zum Nachbar). So red' der Herr!
Ein Nachbar. Gnädiger Herr, der Florian hat uns zusammengerufen und hat uns Ihre Verlegenheit erzählt. Sie waren gegen uns immer ein guter Herr, der uns manchmal ein Glas Wein gezahlt hat; wenn's auch mit dem alten Herrn nicht richtig zugegangen ist, das macht nichts. Wenn wir Ihnen helfen können und können Ihnen einen Dienst erweisen, so schaffen S' mit uns. Wir sind ja Ihre Nachbarn, wer weiß, wer unsern Kindern einmal was tut.
Alle. Ja! ja! Schaffen S' nur, gnädiger Herr!
Eduard. Ihr guten Leute, nehmt meinen herzlichen Dank! Ich kann zwar keinen Gebrauch von euren freundschaftlichen Gesinnungen machen, doch ich werde sie dankbar in mein Herz schreiben. Es hat sich ein Vermächtnis meines Vaters vorgefunden, das mich bestimmt, noch heute eine große Reise anzutreten, und wenn ich glücklich zurückkehre, will ich den ersten Abend meiner Ankunft in eurem fröhlichen Zirkel hinbringen.
Alle Nachbarn. Vivat! Unser Nachbar soll leben!
Ein Nachbar. So nehmen Euer Gnaden denn nichts für ungut; und nachher hab' ich noch eine Bitt': Werfen S' auf den Florian da auch keine Ungnad'! Er meint's nicht bös' und er ist gar ein gutes Schaf!
Florian. O. du gemeiner Kerl!
Ein Nachbar. Und jetzt reisen S' recht glücklich und kommen S' gesund wieder zurück.
Alle. Glückliche Reise! (Gehen mit Bücklingen ab.)
Dreiundzwanzigste Szene.
Eduard. Florian. Mariandel.