Kolibri (tritt heraus). Es ist dein Diener.

Eduard. Unglücklicher! Was hast du getan? (Pause.) Ich will dich auch so nicht verlassen. Komm, Sinnbild der Treue! Fort von diesem Ort! (Nimmt den Pudel bei dem Halsbande und will ihn fortziehen.)

Koliphonius (ruft). Halt! Er bleibt hier! Mein ist der Hund; ich bin hier Herr.

Eduard. Mit meinem Leben will ich ihn verteidigen! Er bleibt nicht hier.

Koliphonius. Nicht? (Verwandelt sich in einen Jäger.) So erschieß' ich ihn. (Bückt sich, sein Gewehr aufzunehmen, ein Genius bringt es, Koliphonius spannt den Hahn.)

(Kolibri winkt. Plötzlich springen acht Pudel, eben so gezeichnet wie Florian, auf die Bühne und bilden mit ihm ein Tableau, das ganze übrige Theater aber ist auf allen Bergen und Seitenhügeln mit lauter gemalten Pudeln angefüllt, welche sich nach Verhältnis der Tiefe perspektivisch kleiner zeigen, in komischen Gruppen, und ein Tableau formieren.)

(Koliphonius will zielen, prallt zurück.)

Eduard. Bravo, Kolibri! Jetzt schieß den rechten, wenn du ihn kennst, aber schnell, denn alle nehm' ich sie nicht mit mir.

Koliphonius. So will ich sie alle verderben. (Winkt; die Bühne verfinstert sich. Blitze leuchten, heftiger Regen. Das Wasser schwillt immer höher, Kolibri und Eduard befinden sich mitten auf einem Felsen, welcher sich aus dem Wasser emporhebt und hoch herausragt. Die Pudel schwimmen um ihn herum. Pause in der Musik.)

Eduard. Er ist verloren!