Longimanus. Warum nicht gar! Reden S' nur frei heraus von der
Leber weg. Mit was kann ich dienen? Sie sind also der kleine
Eduardl?
Eduard. Ja, ich bin die arme Waise.
Longimanus. Nun, wenigstens müssen S' in Ihrem Waisenhaus eine gute Kost gehabt haben; Sie sind recht auseinander gangen.
Eduard. Nur durch das Vermächtnis meines unglücklichen Vaters bin ich seit kurzer Zeit in den Besitz jenes großen Reichtums gelangt, den er durch deine hohe Gunst erhalten hat. Ich bin hier, dich um eine Gnade anzuflehen. Doch, bevor ich diese Bitte wage, liegt eine andere mir—(Der Pudel bellt.)
Longimanus. Ja, Apropos! Du hast ja einen Kameraden bei dir? Laß mir ihn doch herein. He, laßt den Pudel herein!
(Der Pudel springt herein, zuerst auf Eduard und liebkost ihn, dann zum Zauberkönig.)
Longimanus. Nun, mich freut's, Ihre Bekanntschaft zu machen. Das ist ein spaßiger Kerl. Wie spricht der Hund? Schau', gibt keine Antwort. Ach, den müssen Sie mir zum Präsent machen, ich werd' ihm gleich die Ohren schneiden lassen. He!
(Der Pudel fangt zu lamentieren an und verkriecht sich hinter
Eduard.)
Eduard. Um alles in der Welt nicht! Eben das Schicksal dieses armen Pudels war es ja, worüber ich dich um Gnade anflehen wollte.
Longimanus. Das ist doch schrecklich, was das Schicksal treibt; jetzt kommt's gar über die Pudeln!