Veritatius. Sei mir willkommen, Fremdling! Du bist also der Herr vom Lande der Aufrichtigkeit?—Was ist denn das für eine pitoyable Figur, die dort an deiner Seite steht?

Eduard. Es ist mein Diener. (Deutet Florian, daß er sprechen soll.)

Florian. Bin so frei, meine ergebenste Aufwartung zu machen.

Veritatius. Das ist ein spaßiger Mensch, ich muß über ihn lachen.
(Lacht; zu den übrigen.) Man lache auch ein wenig über ihn.

(Alle lachen.)

Florian. Das ist eine dumme Nation!

Veritatius. Und nun zur Sache! Ich habe gehört, daß du dir eine Braut erkiesen willst, und weil du mir so wohl gefällst, auch aus vornehmem Stande bist, so stelle ich dir hier meine Tochter vor. Man verwundere sich. (Alles verwundert sich.) Wenn er dir gefällt und seine Abkunft beweiset, will ich mit Freuden euere Hände ineinander legen.

Modestina. Fremdling! Gewohnt, den Befehlen meines Vaters zu gehorchen, reiche ich dir mit Freuden meine Hand, wenn du mich vorher überzeugst, daß dein Edelmut sie verdient.

Florian. Ui jegerl, ich freu' mich schon.

Eduard. Nimm meine Huldigung, Holdeste deines Geschlechtes. (ergreift ihre Hand.)