Dann unter rauschender Musik Verwandlung in eine goldene Feenhalle, rückwärts die Aussicht in eine reizende Berggegend. In der Mitte der Halle ein großer runder Zauberspiegel, vor ihm ein goldner Altar mit einer Opferschale auf Stufen.
Cheristane, in ein lichtblaues faltiges Gewand gehüllt, welches mit Zaubercharakteren geziert ist, und das Haupt mit einer goldnen Krone geschmückt, kommt von der Seite, ein goldnes Buch und einen Zauberstab tragend.
Cheristane.
Der Kampf ist aus, ich habe mich besiegt.
Beschlossen ists, ich scheide von der Erde.
Wenn auch mein Herz dem Kummer unterliegt,
Ich leide nur, daß er gerettet werde.
(Sie nimmt von dem mittleren Zacken ihrer Krone eine blaue Perle.)
Komm, teure Perle, die den Geist umschließt,
Den letzten der sich beugt vor meiner Macht,
Die bald für ihn in eitles Nichts zerfließt!
Ich opfre dich in diesem goldnen Schacht.
(Sie wirft die Perle in die goldne Schale. Eine blaue Flamme entzündet sich in ihr, der Donner rollt. Kurze passende Musik. Der Spiegel überzieht sich mit Rauch.)
Nun zeig dein Haupt, umkränzt von Zauberschein,
Und blick mich an mit holden Demantaugen!
Erschein! Es soll Azur dein Name sein!
Laß Hoffnung mich aus deinen Worten saugen!
(Musik.—Fürchterlicher Donnerschlag. Der Rauch hebt sich und in dem Spiegel erscheint Azur, in Silberdock ägyptisch gekleidet, das Haupt umhüllt, die halbentblößten Arme und das Antlitz ist mit blauer Folie überzogen, statt der Augen leuchten zwei glänzende Steine. Magische Beleuchtung.)
Azur.
Du! die du mich durch Zaubermacht geboren,
Gebietest du mir Segen oder Fluch?
Cheristane.
Zu Flottwells Schutzgeist hab ich dich erkoren.